Haikiki entwickelt Security-Modul für Prothesen und weitere bionische Geräte

Die neue Version 3 des Haikiki iQ verfügt über eine für Prothesen und diverse weitere bionische Geräte vollständig nutzbare API auf Basis des medizinischen Standards SNOMED CT.

Veröffentlicht: 3. Februar 2021

Inhalt

Haikiki entwickelt Security-Modul für Prothesen und weitere bionische Geräte

Fernsteuerung und unerlaubter Zugriff

Moderne Prothesen schenken Menschen ein neues Lebensgefühl. Die Technologie und der Körper verschmelzen und Mensch und Maschine werden eins. Insbesondere bei Technologie die in den menschlichen Organismus eingreift sollte die IT-Sicherheit gut durchdacht werden, damit die Funktionen menschlicher Organe nicht in die Macht von Erpressern oder anderen digitalen Verbrechern geraten.

Ein Hacker kann nicht nur die Prothese fernsteuern und als Waffe gegen den Menschen einsetzen, sondern auch das BIOS der Prothese manipulieren und Rootkits hinterlegen oder Kernel-Infektionen durchführen. Dadurch kann ein vollständiger und dauerhafter Zugriff auf die Prothese, die Funktionen und alle gesammelten Daten ermöglicht werden, auch ohne dass das betroffene Opfer etwas davon mitbekommt.

Neues Security-Modul schützt Prothesen durch KI

Die modifizierte Version 3 des Haikiki iQ kommt mit einer Vielzahl von neuen Features und stellt somit auch ein neues Security-Modul für Prothesen und andere bionische Geräte bereit. Die Kommunikation erfolgt über den SNOMED CT Standard, welcher bei einer Vielzahl von Prothesen bereits unterstützt wird.

Quelle: OpenBionics ("Hero Arm") - openbionics.com

Das iQ-Modul lässt sich problemlos vollständig in die Prothese integrieren, allerdings besteht auch die Möglichkeit einzelne Komponenten zu isolieren und funktional einzusetzen, was den Entwicklern der medizinischen Technologie noch mehr Freiraum und Transparenz ermöglicht.

Im Gegensatz zu der vorherigen Version, die eine Kombination aus Software und Hardware ist (Plug & Play) kann in der neuen Version die Software-Schnittstelle auch ohne Hardware nativ genutzt werden um eine vereinfachte Einbindung in bestehende Geräte zu ermöglichen.

Auch hier besteht wie beim klassischen iQ die Möglichkeit des eigenständigen Lernens und der eigenständigen Konfiguration, sodass nach der Integration keine weiteren Schritte mehr unternommen werden müssen.

Medizinische Terminologie als maschinenlesbare Sprache

SNOMED CT ermöglicht es Computersystemen, reale Dinge aus der Medizin abzubilden. Dies erfordert einen eindeutigen Code, denn wenn verschiedene Begriffe in der Medizin unterschiedliche Codes für dieselben Begriffe verwenden, kann der Computer dies nicht verstehen und zuverlässig zuordnen.

Die Nomenklatur enthält über 300.000 Begriffe, die eindeutig identifiziert, logisch definiert und hierarchisch strukturiert sind.

Semantische Interoperabilität ist besonders wichtig, wenn E-Assessment über alle Sektoren und Behörden hinweg durchgeführt werden soll. Andernfalls würde der Ansatz nicht funktionieren. Gesundheitsmaßnahmen, Medikamente und andere Daten müssen also einheitlich codiert werden, um die Digitalisierung plattform- und geräteübergreifend zu ermöglichen.

Schutz aller medizinischen Daten

Wie in allen vorherigen Versionen schneidet Haikiki iQ keine Daten mit sondern erstellt ein topografisches Abbild der Netzwerkkommunikation, welches dann in die KI eingespielt wird um Anomalien zu erkennen.

Das bedeutet, dass wir keine menschlich-lesbaren Daten mitschneiden oder bei uns speichern und damit jederzeit gewährleisten können, dass keine medizinischen Daten von unseren Endgeräten kompromittiert werden können, da wir eben keine besitzen. Durch diese Technologie schützen wir sowohl den Nutzer als auch uns selbst.

Auch der Zugriff auf klassische medizinische Schnittstellen wie GDT, VDDS und HL7 wird in der neuen Version nativ unterstützt. Darüber hinaus stellt iQ v3 alternativ einen integrierten, frei nutzbaren Proxy-Tunnel bereit der im Client-Netzwerk lokal gehostet wird um Netzwerkverkehr von diversen Eingabequellen und Endgeräten zu analysieren.

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